Leserbriefe und Schriftverkehr mit Behörden

Hier finden Sie eine Auswahl von abgedruckten, aber auch nicht abgedruckten Leserbriefen sowie Schriftverkehr mit Behörden rund um das Thema Corona - Maßnahmen.
Gerne können Sie uns Ihre eigenen Schreiben senden zur Veröffentlichung - auf Wunsch selbstverständlich gerne anonym.

Brief eines Kinderarztes an seine Ärztekammer – Betr.: Atteste gegen Maskenpflicht für Schüler

Schreiben der Ärztekammer an den Kinderarzt:

Sehr geehrter Herr Dr. …,

uns liegen Meldungen von verschiedenen Seiten vor, in denen der Verdacht geäußert wird,

dass von Ihnen erstattete Atteste nicht ordnungsgemäß erstellt worden seien.

Bei den Attesten handelt es sich um eine Befreiung von der Pflicht,

eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Es liegen folgende Hinweise / Atteste vor:

………

Da wir aufgrund unseres gesetzlichen Auftrages derartigen Beschwerden nachgehen müssen,

bitten wir Sie um Stellungnahme.

Mit freundlichen Grüßen


Antwort des Kinderarztes an die Ärtekammer:

Sehr geehrter Herr XXXXXXXX,


danke für Ihr freundliches Schreiben vom 24. September. So bekomme ich die Gelegenheit darzulegen, dass die von Schulleitungen beanstandeten Atteste nicht nur ordnungsgemäß erstellt wurden, sondern dringend notwendig waren.

Die genannten Kinder reagieren mit Gesundheitsstörungen, wenn sie eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die körperlichen Gesundheitsprobleme (auch seelische und soziale treten auf) resultieren aus dem Sauerstoffmangel und der rasch und immens zunehmenden Kohlendioxidkonzentration unter der Maske, da die Kinder ihre Ausatemluft wieder einatmen müssen. Unmittelbare Folgen sind Mattigkeit, Kopfweh, Schwindel, Übelkeit, Konzentrationsstörungen, Atemnot. Wird nicht Abhilfe geschaffen, so gewöhnen sich die Kinder daran, jedoch mit chronischen Folgen: Sauerstoffmangel schwächt ihre Hirnleistung dauerhaft und schädigt die Entwicklung des Gehirns irreversibel. Kinder zur Mund-Nasen-Bedeckung zu zwingen, ist medizinisch absolut kontraindiziert.

Nicht nur den Eltern, auch mir als Kinderarzt blutet das Herz, wenn Kindern Sauerstoff entzogen wird. Ärzte berichteten kürzlich von zwei 13jährigen ansonsten gesunden Mädchen, die beim Tragen einer Maske verstorben sind! Die erste Obduktion liegt schon Wochen zurück. Da nichts gefunden wurde, heißt es jetzt: „Die Staatsanwaltschaft braucht mehr Zeit.“ Wofür? Um nicht so schnell konstatieren zu müssen, dass Kohlendioxidvergiftung die Ursache war? 

Ich will nicht schuldig sein an Gesundheits- und Entwicklungsschäden bis hin zum Tod, indem ich Hilferufe übersehe und übergehe.

Jede Verordnung sieht Ausnahmen vor. Vom Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung befreit werden kann man „aus medizinischen oder sonstigen zwingenden Gründen“. Liegen diese Gründe vor, so gebietet es mir meine ärztliche Berufung, denen zu helfen, die sich an mich wenden. Ich will und kann mich nicht der unterlassenen Hilfeleistung schuldig machen, indem ich bei Kindeswohlgefährdung nicht handle.

 

Es ist sehr bedauerlich, dass Schulleitungen leidenden Kindern die notwendige Erleichterung nicht gönnen, sondern sich über mich beschweren. Ich halte es für nicht hinnehmbar, dass medizinische Laien ärztliches Handeln in Frage stellen und es zum Schaden von Kindern zu beeinträchtigen versuchen.

Gewiss stellen Sie sich die Frage, wie es kommt, dass ich als Kinderarzt für ziemlich weit entfernte Orte tätig geworden bin. Privat-leistungen, wie z.B. Atteste, sind ja nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Arzt des Vertrauens dieser Familien bin ich durch private Kontakte geworden.

Das hat natürlich auch damit zu tun, dass Betroffene an Ort und Stelle zu wenig Hilfe erfahren. Viele Ärzte haben Angst vor Repressalien, wenn sie Patienten gesundheitliche Gründe bescheinigen. Ärzte dürften aber auf Grund ihrer Berufsethik die Augen und Ohren nicht verschließen, wenn Menschen unter Gesundheitsstörungen leiden und sich an sie wenden.  

Gegen die Verunsicherung der Ärzte könnten die Ärztekammern etwas tun, indem sie ihren Mitgliedern proaktiv mitteilen, dass notwendige Atteste nicht beanstandet werden. Das ist meine dringende Bitte!

 

Mit freundlichen Grüßen

XXXXXXXXXXX


Anmerkung: Dieser Verfasser dieses Briefes ist uns bekannt  und wurde auf verständlichen Wunsch hinsichtlich persönlicher Angaben gekürzt.

Kreisbehörde MKK verweigert Auskunft bezüglich Infektionen

Schriftwechsel mit Herrn Meyer, Büroleiter von Susanne Simmler, 1.Kreisbeigeordnete.

Nach der 2. Anfrage entstand folgender Austausch:


Von: XXXX
Gesendet: Freitag, 20. November 2020  
An: A53 Gesundheitsamt <gesundheitsamt@MKK.de>
Cc: Meyer, Lennart <Lennart.Meyer@MKK.de>; Sinsel, Benno <Benno.Sinsel@MKK.de>
Betreff: Anfrage wegen "Corona Tests" und Zahl von "Infizierten" - Nachfrage
Priorität: Hoch

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider haben Sie meine Anfrage vom 1.11.2020 bis heute nicht beantwortet.

Diese lautete wie folgt:

„Nach der rechtlichen Definition des § 2 des IfSG erfordert eine Infektion die Aufnahme eines Krankheitserregers und die nachfolgende Entwicklung oder Vermehrung im menschlichen Organismus.

Eine solche Infektion darf zwingend nach § 24 Satz 1 IfSG nur durch einen Arzt festgestellt werden.

 

Nach Maßgabe dieser zwingenden Voraussetzungen des IfSG bitte ich um Auskunft, wie viele nachgewiesene und durch einen Arzt festgestellte Infektionen mit SARS-CoV2 im Zuständigkeitsbereich Ihres Amtes seit Beginn der Zählung erfasst wurden. Bitte teilen Sie mir auch mit, wie viele aktuellen nachgewiesenen und durch einen Arzt festgestellte Infektionen vorliegen.

Bitte teilen Sie mir weiterhin mit, mit wie vielen Zyklen die Labore in Ihrem Zuständigkeitsbereiches testen. CT-Wert

 

Da die Auskunft mit Sicherheit auch für unsere Kreisleitung wichtig ist, habe ich die Referenten von Herrn Landrat Stolz und der Ersten Kreisbeigeordneten Frau Simmler in Kopie gesetzt.

Danke für eine zügige Auskunft.

Mit freundlichen Grüßen


Von: Meyer, Lennart <Lennart.Meyer@MKK.de>
Gesendet: Freitag, 20. November 2020 18:09
An: 'XXXX; A53 Gesundheitsamt <gesundheitsamt@MKK.de>
Cc: Sinsel, Benno <Benno.Sinsel@MKK.de>
Betreff: AW: Anfrage wegen "Corona Tests" und Zahl von "Infizierten" - Nachfrage

 

Sehr geehrte Frau XXXX,

der Main-Kinzig-Kreis informiert im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit fortlaufend über die Entwicklungen der Pandemie. Sie können sich über diese öffentlichen Informationen unter www.mkk.de aktuell informieren.

Mit freundlichen Grüßen,

Lennart Meyer


Von: XXXX
Gesendet: Freitag, 20. November 2020  
An: Meyer, Lennart <Lennart.Meyer@MKK.de>
Cc: Sinsel, Benno <Benno.Sinsel@MKK.de>; A53 Gesundheitsamt <gesundheitsamt@MKK.de>
Betreff: AW: Anfrage wegen "Corona Tests" und Zahl von "Infizierten" - Nachfrage

 

Guten Abend Herr Meyer,

danke für die rasche Antwort – aber leider werden meine Fragen eben bisher nicht öffentlich beantwortet. Auf der MKK Seite ist von „Infektionen“ die Rede. Ich bezweifle doch stark, dass es sich hierbei um Infektionen im Sinne des Infektionsschutzgesetzes handelt. Ich gehe davon aus, dass hier positive PCR Tests gemeint sind. Es ist hinreichend bekannt, dass PCR Tests keine Infektion anzeigen können und für die klinische Diagnostik nicht validiert sind. Weiter kommt es auf die Anzahl der Zyklen an (CT Wert), ob ein Ergebnis überhaupt Anlass dazu geben kann, es handele sich um eine Infektion. Um diese dann genau zu bestimmen, ist meines Wissens nach eine Anzüchtbarkeit in Zellkultur sowie eine ärztliche Untersuchung und Bestimmung der Symptomatik unverzichtbar.

 

Da aufgrund von sogenannten Inzidenzen massiv in das Leben von uns Bürgern eingegriffen wird, sogar Grundrechte werden eingeschränkt, muss die Begründung hierfür deutlich genauer ausfallen.  

Ich bitte also nach wie vor um Beantwortung meiner Fragen.

Mit freundlichen Grüßen


Von: Meyer, Lennart <Lennart.Meyer@MKK.de>
Gesendet: Samstag, 21. November 2020 
Cc: Sinsel, Benno <Benno.Sinsel@MKK.de>; A53 Gesundheitsamt <gesundheitsamt@MKK.de>
Betreff: AW: Anfrage wegen "Corona Tests" und Zahl von "Infizierten" - Nachfrage

 

Sehr geehrte Frau XXXX

mir ist bewusst, dass Ihnen meine Antwort als nicht ausreichend genug erscheint.

Ich respektiere Ihre Meinung. Auf den von Ihnen geforderten Diskurs werden sich jedoch weder meine Kolleginnen und Kollegen, noch ich mich einlassen.

Freundliche Grüße,

Lennart Meyer

 

 

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